Ambient aus Japan: Das Label Schole

Die ersten Gedanken beim Thema “Japan” sind meistens mit Attributen wie “schrill”, “laut” und “exzentrisch” verbunden. Kleine Manga-Mädchen, Unterwäsche aus dem Automaten und so fort. Die andere Seite – Zen Buddismus, japanische Gärten und Teezeremonien  – kommt einem erst nach einiger Zeit in den Sinn.

Ähnlich geht es mir mit japanischer Pop-Musik, doch durch das Album “Grace” von Haruka Nacamura wurde ich auf das kleine japanische Label “Schole” aufmerksam. Musik zwischen Elektronik und Handgemacht, Soundscapes und Klicker-Beats – hier zeigt sich die leise Seite der Japaner musikalisch. Die Tracks wirken zerbrechlich und zurückhaltend. Der Klang scheint sich langsam in den Raum auszubreiten. Die Liebe zum Detail merkt man den Produktionen an und so hebt sich die Musik angenehm vom lieblosen Loop-Gebastel mancher Vertreter elektronischer Musik ab.

Anspieltipps: Flica, Akira Kosemura , Haruka Nakamura

Schole-Records: http://www.scholecultures.net/records.html

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